Von Gasen und Partialdrücken: Hyperventilation und Schwimmbad-Blackout
Durch vorherige Hyperventilation lassen sich bessere Leistungen beim Apnoe-Tauchen (ohne Gerät) erreichen. Durch schnelle, tiefe Atemzüge wird zuvor der CO2 Gehalt des Blutes herabgesetzt (Abb. 6).

Die Sauerstoffaufnahme wird dagegen nicht wesentlich gesteigert. Ein hoher CO2-Spiegel nach längerem Anhalten des Atems ist unter Normalbedingungen der Auslöser für den physiologischen Atemreflex. Der Schwimmbad-Blackout ist gekennzeichnet durch ein zu spätes Einsetzen des Atemreflexes. Aufgrund des niedrigen Blut-CO2-Gehalts kann eine O2-Mangelversorgung des Gehirns zu Bewusstlosigkeit führen, bevor die zuständigen Regelkreise des ZNS die Luftnot bemerken und den Taucher zum Auftauchen veranlassen. Die Gefahr liegt auf der Hand: Hypoxie, Ertrinken, Kreislaufstillstand. Küstengebiete, Badesseen, Flüsse und jedes örtliche Schwimmbad (!) stellen in diesem Zusammenhang mögliche Einsatzstellen für den Rettungsdienst dar.
© 2003 J. Menzel-Severing