Boot 2005
Auf der Internationalen Wassersportmesse BOOT vom 15. bis 23. Januar 2005 in Düsseldorf haben DRK-Rettungstaucher der Standorte Bornheim und Neuss eine breitere Öffentlichkeit über ihre ehrenamtliche Tätigkeit informiert.
Täglich wurde im nur 80 cm tiefen Regattabecken eine scheinbar zufällig ins Wasser fallende Person gerettet. Diese blieb mit einem Lungenautomaten, einer Vier-Liter-Pressluftflasche und einer Menge Blei so lange am Beckenboden, bis sie vom Rettungstaucher in Zusammenarbeit mit dem Leinenführer gefunden und gerettet wurde. Ein anderer ausgebildeter Rettungstaucher erläuterte im Dialog mit einem Moderator dem Publikum auf den meist voll besetzten Tribünen in Halle zwei das Geschehen und wissenswerte Hintergründe zur Ausbildung der Rettungstaucher und den Bedingungen bei realen Einsätzen. Anschließend konnte ein Zuschauer sich eine Tauchermaske mit Schnorchel verdienen. Er musste, ohne sehen zu können, nur anhand der Leinenzeichen rechts und links im Regattabecken den wartenden Rettungstaucher finden.

In der Halle drei, der Halle für die Taucher, stand der Tauchturm - ein spezieller mit Wasser gefüllter Container mit Fenstern an allen Seiten. Darin zeigten zwei DRK-Rettungstaucher fast täglich Montagearbeiten unter Wasser. Teile eines dicken Rohres wurden zunächst justiert und dann miteinander verschraubt. Solcherlei Arbeiten sind unter realen Bedingungen, also bei fehlender Sicht und schlammigen Boden, viel schwieriger als im glasklaren Wasser des Tauchturms. Demonstriert wurde auch die professionelle Handhabung eines Hebesacks. Ein Taucher verunglückte während der Montagearbeiten und wurde unter dem Rohr eingeklemmt. Mit dem Hebesack wurde das Rohr angehoben und der Verunglückte befreit. Auch dies wurde von einem ausgebildeten Rettungstaucher im Dialog mit einem Moderator kommentiert.

Neben den Vorführungen informierte das DRK am Stand in Halle drei über alle Aspekte der Wasserwacht.
Insgesamt war es ein aufregender Messeaufenthalt, bei dem wir uns auch über technische und andere Neuerungen informieren konnten. Die Zusammenarbeit im Team und mit den Rettungstauchern aus Neuss hat uns sehr viel Spaß bereitet. Da konnten auch kurzfristige Programmnänderungen von irgend ein paar "wichtigen Leuten" bei den Organisatoren der guten Laune keinen Abbruch tun. Mit viel Vorbereitung, Stress, wenig Schlaf und einer mega Menge Spaß war es eine klasse Boot 2005.